Musterstadt französisch

7Schließlich haben sich seit dem Zweiten Weltkrieg Migrationsphänomene in neuem Ausmaß abgerapten, was zu einer kulturellen Diversifizierung der westlichen Gesellschaften geführt hat. Während der ersten Einwanderungswelle (Arbeitsmigration) in den 1950er und 1960er Jahren und dann in einer zweiten Welle (Migration von Familien, die sich den Arbeitern anschlossen) in den 1970er Jahren kamen Gruppen aus Südeuropa und später aus der Türkei und dem Maghreb oder aus den ehemaligen französischen Kolonien in Afrika südlich der Sahara. Seit Ende der siebziger Jahre ist eine neue Welle der postindustriellen Migration zu beobachten, die sich durch Motivationen und Herkunftsländer auszeichnet, die sich von denen der ersten beiden Wellen unterscheiden (Asien in den 1970er Jahren, Osteuropa seit dem Fall der Berliner Mauer) (Champion, 1994; de Wenden, 1999; Weiß, 1993). Die räumlichen Standortmuster dieser Migrantenpopulationen nehmen die Form zahlreicher Konzentrationsbereiche an. Aufgrund der vielen Filterprozesse und der oft prekären wirtschaftlichen Lage dieser Bevölkerungsgruppen konzentrieren sie sich oft auf die ältesten, heruntergekommensten Wohnungen (Friedrichs, 2000; Van Kempen & Özüekren, 1998; Simon, 1998). Die letzten Modelle wurden 1870 hergestellt, als Frankreich den Bau neuer hauptbefestigungen stoppte und die Fototechnik die Notwendigkeit dieser arbeitsintensiven Kreationen ersetzte. Die Sammlung wurde 1927 zum Historischen Denkmal erklärt und 1943 offiziell als Museum gegründet. Etwa 100 Modelle sind im Museum untergebracht, nur ein Teil ist in einem dunklen Raum im obersten Stockwerk von les Invalides ausgestellt, und weitere 15 sind im Musée des Beaux-Arts in Lille ausgestellt. Als Teil des Modells Maison Citrohan schlug Le Corbusier eine dreistöckige Struktur mit einem Wohnzimmer mit doppelter Höhe, Schlafzimmern im zweiten Stock und einer Küche im dritten Stock vor. Das Dach würde von einer Sonnenterrasse besetzt werden. An der Außenseite installierte Le Corbusier eine Treppe, um den Zugang im zweiten Stock vom Erdgeschoss aus zu ermöglichen. Hier, wie bei anderen Projekten aus dieser Zeit, entwarf er auch die Fassaden, um große ununterbrochene Fensterbänke einzuschließen.

Das Haus verwendete einen rechteckigen Grundriss mit Außenwänden, die nicht durch Fenster gefüllt wurden, sondern als weiße, stuckierte Räume zurückgelassen wurden. Le Corbusier und Jeanneret ließen den Innenraum ästhetisch verschont, mit beweglichen Möbeln aus röhrenförmigen Metallrahmen.